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Calima

 

25. Juli bis 3. August 2009    Afrikanisches Wetter auf La Palma (Calima)

Am Freitagabend (24. Juli) um ca. 22.00 Uhr hat es begonnen, plötzlich kam der warme (später dann heisse) Wind von Afrika und so schnellte die Temperatur in kurzer Zeit um 8°C höher auf 31°C, so blieb es dann die ganze Nacht. Dann steigerten sich die Temperaturen laufend an (mit einer kurzen Erholung am 28.07. und Höchsttemperatur mit 43.6°C am 30.07.) mit einen sehr starken Wind aus Osten.         

Hier der Temperaturverlauf für diese 10 Tage:

Temperaturverlauf    rot: max. Temperaturen     gelb: min. Temperaturen

Das Phänomen des Calima erreicht uns 3-4 mal pro Jahr und dauert dann ca. 3 bis 4 Tage. Calimas im Winter sind eher willkommen, dann steigt die Temperatur auf höchstens 30°C. Aber hier jetzt im Hochsommer!!!!

Im Jahr 2008 hatten wir nur einen Calima, im April mit einer Höchsttemperatur von 36.7°C, dies war auch dann der heisseste Tag im ganzen Jahr.

 

Aus dem Wetterlexikon (www.wetteronline.de

Als Calima bezeichnet man einen trockenwarmen bis trockenheissen, teils stürmischen Südost- bis Ostwind auf den Kanarischen Inseln, der oft feinen Sandstaub aus Nordafrika heranführt und meist in den Sommermonaten auftritt und meist nur 2 bis 4 Tage auftritt. Der Wüstenwind löst dann den Nordostpassat ab, der im Allgemeinen kühlere und feuchtere Luft heran lenkt. Die Temperatur kann in den Sommermonaten durchaus Werte von 35 Grad und mehr erreichen. Manchmal weht der Calima-Wind auch an der Südseite von Hochdruckgebieten über der Sahara. Die Luft wird durch Absinkeffekte im Hochdruckgebiet erwärmt und die Luftfeuchtigkeit verringert sich.

Aus einem Artikel aus La Palma 24 : http://www.la-palma24.info/calima-ein-wetterphaenomen-auf-den-kanaren/

Aus Wikipedia:

Calima, gelegentlich auch bezeichnet als Bruma seca (span. Trockener Nebel) oder Kalima, ist eine Wetterlage mit Ostwind auf den Kanarischen Inseln (Sandwind aus Afrika).

Von der Sahara kommt mit östlicher Strömung trockene, warme Luft und bringt oft feinen Sandstaub mit. Hochdruck über der Sahara erhöht die Temperatur und verringert die Luftfeuchtigkeit. Die Sicht ist dann leicht getrübt, die Niederschlagsneigung bei der geringen Feuchte aber sehr gering. Es kann im Flugverkehr zu Problemen kommen. Bei dem Staubgehalt der Luft ist das warme, trockene Wetter aber nicht angenehm und führt leicht zu Reizungen der Atemorgane.

Calimaeinbrüche können mitunter sehr heftig sein, so kann z. B. auf La Palma plötzlich ein starker Sturm einsetzen und die Luftmassen austauschen. Es kann auch in der Nacht zu starkem Temperaturanstieg kommen, während gleichzeitig die Luftfeuchte rapide absinkt..

Es ist nicht außergewöhnlich, dass bei Calima alle im Freien abgestellten Autos, andere Gegenstände und die Straßen mit feinem ockerfarbenen Sandstaub bedeckt werden. Calimawetterlagen können mehrere Wochen andauern.

Die Calima in den Sommermonaten (Juni bis September) kann wegen der Kombination mit starkem Wind und heißer Luft starke Schäden an der Vegetation anrichten. In den Wintermonaten kommt sie ebenfalls vor, der Wind ist dann aber weniger heiß. Der Himmel wird diesig, die Aussicht in die Ferne nach und nach geringer.

Die Calima ist in Lagen bis 300 Meter über Normalnull akut. In höheren Lagen schwächt sich die Temperatur deutlich ab. Die Calima entsteht genau in der Sahelzone und treibt auch zahlreiche Schwalben wie ein Spielball durch die Lüfte vor sich her. Sie landen auf Fuerteventura, weil diese kanarische Insel am nächsten an ihrer 800 km entfernten Heimat ist, und sterben dort größtenteils an Entkräftung. Auf diese Weise betreibt der Calima eine natürliche Auslese.

Da der heiße Wüstenwind rasch auch jedes zunächst kontrolliert gezündete Feuer weiter vorantreibt und so außer Kontrolle geraten lässt, stellt das Abflämmen von Feldern bei Calima eine grob fahrlässige Brandstiftung dar.

 

Hier  noch ein Satellitenbild der NASA  von einem Sahara-Sturm über die Kanarischen Inseln: